Gleich mit dem ersten Licht des Tages öffnet sich der Blick über das Meer: Am Horizont zeichnen sich die Silhouetten von Mykonos und Ikaria ab, darunter die terrassierte Landschaft von Tinos, darüber ein weiter Himmel. Ziegen und Schafe ziehen über die gegenüberliegenden Hügel, der Wind trägt das Rauschen des Meeres herüber. Kein Verkehr, kein Lärm, nur Natur.
Die traditionellen Steinhäuser bieten viel Komfort für Paare oder Familien mit bis zu vier Personen. Großzügige, private Außenterrassen umgeben die Häuser und schaffen Raum zum Ankommen, Lesen, Kochen oder einfach zum Sein. Der weitläufige Garten ist Teil des Konzepts: Gäste können Gemüse selbst ernten oder sich auf Wunsch eine Kiste mit frischen Produkten und handgemachten Erzeugnissen vom Hof zusammenstellen lassen. Wer möchte, taucht tiefer ein und erlebt den Alltag auf der Farm hautnah.
Gegründet wurde die Ecolodge 2015 vom deutsch-griechischen Paar Marilia Kalouli und Nico Bedau, das Athen und Berlin bewusst hinter sich ließ, um auf Tinos ein autarkes, ökologisches Agrotourismus-Projekt aufzubauen. Die Häuser wurden gemeinsam mit lokalen Steinmetzen entworfen und errichtet, off-grid, ressourcenschonend und tief verwurzelt in der Baukultur der Insel.
Gestaltung und Atmosphäre folgen einer klaren Linie: einfach, handgemacht, modern und dennoch traditionell. Warme Farben, natürliche Materialien und luftige Räume schaffen ein Gefühl von Leichtigkeit und Ruhe. Slow Food, bewusste Begegnungen und Zeit für Entdeckungen prägen den Aufenthalt – sei es beim Wandern auf alten Pfaden, an unberührten Stränden oder bei kulturellen Veranstaltungen, die den Sommer auf Tinos lebendig machen.
| Kleines Haus | ab80 € |
| Kleines Haus | ab80 € |
| Großes Haus | ab95 € |
Alle Gebäude der Ecolodge bestehen vollständig aus lokalem Naturstein und fügen sich nahezu selbstverständlich in die terrassierte Landschaft von Tinos ein. Die Häuser wurden von lokalen Steinmetzen errichtet und folgen der traditionellen Bauweise der Insel, ohne dabei auf zeitgemäßen Komfort zu verzichten. Auch im Inneren setzt sich dieser Gedanke fort: Ein Großteil der Möbel wurde aus recycelten Materialien gefertigt – robust, langlebig und bewusst schlicht. Bereits in der Planungsphase wurde die gesamte Infrastruktur auf Wasser- und Energieeffizienz ausgerichtet. Die Ausrichtung der Häuser, die Größe und Position der Fenster sowie die Gestaltung der Terrassen folgen einem solaren, passiven Design, das natürliche Belüftung, Licht und Wärme optimal nutzt. Sämtliche Steine stammen direkt von der Insel, alle weiteren Materialien wurden regional bezogen.
Ein Teil des Gartens versorgt nicht nur die Gäste der Ecolodge, sondern auch zwei lokale Restaurants mit frischem Gemüse. Alles, was angebaut wird, wächst biologisch auf dem eigenen Land – im Rhythmus der Jahreszeiten und ohne chemische Zusätze. Der Kreislauf schließt sich direkt vor Ort: Sämtliche organischen Abfälle werden kompostiert oder als Futter für die Hühner genutzt. In den Beeten gedeihen zahlreiche Salate und Blattgemüse, Artischocken, Kapern und Oliven ebenso wie Klassiker wie Tomaten, Gurken, Auberginen und Paprika. Dazu kommen frische Zwiebeln, Schnittlauch, Microgreens und essbare Blüten, die nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch zeigen, wie lebendig und vielfältig nachhaltige Landwirtschaft sein kann.
Die meisten der Menschen, die an der Ecolodge mitarbeiten, kommen von der Insel Tinos: die Steinmetze, der Gärtner, der Koch ebenso wie Installateur und Elektriker. Von der Planung über den Bau bis zum laufenden Betrieb setzen die Gastgeber bewusst auf lokales Wissen, handwerkliche Tradition und kurze Wege. So bleibt die Wertschöpfung in der Region und die enge Verbindung zur Insel lebendig. Darüber hinaus sind sie Mitglieder der kulturellen und ökologischen Initiative Ambassada Tinos, mit der sie sich gemeinsam für den Erhalt der Landschaft, der Baukultur und des natürlichen wie kulturellen Erbes der Insel engagieren. Im laufenden Betrieb sind auch Freiwillige aus aller Welt und Mitarbeitende, die auf Tinos leben, tätig.
Der gesamte Betrieb läuft vollständig mit Solarenergie und ist off grid. Regenwasser wird gesammelt und in großen Zisternen mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 180 m³ gespeichert, um die Gärten zu bewässern. Das Grauwasser der Häuser wird über ein bepflanztes Schilfbeet-Filtersystem natürlich gereinigt, in Tanks gesammelt und anschließend ebenfalls zur Bewässerung von Bäumen und Gemüseflächen genutzt. Abfälle werden sorgfältig getrennt, organische Reste kompostiert, Glas, Papier, Karton und Plastik separat recycelt. Darüber hinaus ist die Ecolodge Partner in zwei europäischen Forschungsprojekten – Horizon 2020 HYDROUSA und SURENEXUS –, die sich mit Wassermanagement in trockenen Regionen und nachhaltigen WEFE-Nexus-Lösungen beschäftigen. Dieses Wissen bleibt nicht im Hintergrund: Gäste erhalten zu Beginn ihres Aufenthalts eine Einführung, bei der die ökologischen Systeme, Projekte und nachhaltigen Lösungen vor Ort erklärt und erlebbar gemacht werden.
Yoga und Massagen können auf dem Yoga-Deck oder auf der privaten Terrasse der Häuser arrangiert und durchgeführt werden. Auf der Insel gibt es außerdem zahlreiche Aktivitäten: Wandern auf den traditionellen, aus Stein gebauten Wegen von Tinos, Schwimmen in kristallklarem Wasser, Surfen an der Kolibithra-Bucht bei passenden Windbedingungen oder das Mitfeiern bei traditionellen Tanzfesten im Sommer. Kunstbegeisterte können an Skulptur- und Keramikkursen teilnehmen, denn Tinos ist bekannt für seine lange Tradition im Marmorhandwerk und seine renommierte Kunstschule.
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