Das Hotel Walserstuba liegt im Kleinwalsertal und wird von Familie Riezler in dritter Generation geführt. Neben Jeremias und Bettina leben auch die ältere Generation sowie die Kinder im Haus, was der Walserstuba eine sehr persönliche und lebendige Atmosphäre gibt. Hier „menschelt“ es im besten Sinne: Gäste werden herzlich empfangen, es gibt Zeit für Gespräche, persönliche Tipps für Wanderungen und viele Empfehlungen aus echter Ortskenntnis.
Das Haus selbst wurde in der Nachkriegszeit von den Großeltern der heutigen Gastgebenden aufgebaut und entwickelte sich aus einer einfachen, praktischen Idee heraus zu einem Hotelbetrieb. Diese Geschichte prägt das Haus bis heute. Viel Holz, eine warme, gemütliche Atmosphäre und viele kleine Details machen das Hotel zu einem Ort mit Charakter und Seele.
Die Walserstuba versteht sich als Biohotel mit klarer Haltung zur Küche. Verarbeitet werden ausschließlich biologische, saisonale Lebensmittel, wobei großer Wert darauf gelegt wird, die Produzent:innen persönlich zu kennen und ihre Geschichten mit in die Küche einfließen zu lassen. Saisonalität wird konsequent umgesetzt: Im Winter gibt es etwa keine frischen Tomaten oder Paprika, sondern stattdessen eingelegte und konservierte Produkte aus der eigenen Verarbeitung. Auf dem Buffet finden sich zahlreiche kreative Kraut- und Rübengerichte, individuell zubereitet und kombiniert.
Auch die Region spielt eine zentrale Rolle in der Philosophie des Hauses. Das Kleinwalsertal mit seiner eindrucksvollen Bergwelt, der Breitachklamm, dem Gottesackerplateau und der vielfältigen Flora und Fauna bietet ein außergewöhnliches Naturerlebnis direkt vor der Haustür.
| EZ (inkl. HP) | ab135 € |
| DZ (inkl. HP) | ab266 € |
| Suite (inkl. HP) | ab308 € |
Im gesamten Haus wird großer Wert auf regionale Materialien und einen bewussten Umgang mit Ressourcen gelegt. Besonders heimische Hölzer spielen eine zentrale Rolle. Altes Holz wird, wenn möglich, wiederverwendet und erhält so ein neues Leben. Viele Möbel entstehen in der Schreinerei Alt in Oberstdorf, wodurch individuelle Stücke mit Geschichte und Charakter entstehen. So wurden etwa für Bettrückenteile alte Deckentäfelungen weiterverarbeitet. Auch bei Bau und Ausstattung setzt der Betrieb konsequent auf regionale Zusammenarbeit: Alle ausführenden Firmen stammen aus dem Allgäu und dem Kleinwalsertal. Für Dachsanierungen wurde beispielsweise Holz direkt von heimischen Landwirt:innen bezogen und im regionalen Sägewerk weiterverarbeitet. Das Gebäude selbst ist modern und energieeffizient aufgebaut, unter anderem mit Holzwolle-Dämmung, Wärmerückgewinnungssystemen und einem insgesamt sehr durchdachten Energiekonzept. Auf einen Pool wird bewusst verzichtet, während langlebige Materialien wie Metall im Außenbereich eingesetzt werden.
In der Küche der Walserstuba wird Nose-to-Tail und Leaf-to-Root mit „Der ganze Fang“ ergänzt. Wildfangfisch aus dem Bodensee, Wild aus freier Natur sowie Fleisch aus der Region werden vollständig und respektvoll verarbeitet. Was nicht direkt in der Küche verwendet werden kann, fließt weiter in den Kreislauf zurück, etwa über die eigene Tierhaltung, in der beispielsweise Schweine Teile weiterverwerten. Auch Gemüse wird ganzheitlich genutzt, ebenso Kräuter aus dem eigenen Garten und zahlreiche Zutaten aus der Wildsammlung. Typisch sind Gerichte mit Charakter und Geschichte, traditionelle Rezepte, die neu interpretiert und in die Gegenwart übersetzt werden, ebenso wie Eingekochtes, Fermentiertes und saisonale Spezialitäten. Auch Eigenprodukte wie Speck- und Wurstwaren aus der eigenen Zuchtlinie gehören dazu.
Ein Teil des Teams kommt direkt aus der Region, fünf von insgesamt fünfzehn Mitarbeitenden leben im Kleinwalsertal. Für alle Mitarbeitenden stehen kostenfreie Wohnungen zur Verfügung, zusätzlich gibt es an Arbeitstagen eine kostenlose Verpflegung. Auch in der Freizeit profitieren sie von Vergünstigungen wie der kostenlosen Nutzung der Bergbahnen im Kleinwalsertal an freien Tagen. Der Arbeitsplatz selbst ist bewusst auf gute Bedingungen ausgelegt: helle, ergonomisch gestaltete Bereiche, eine faire und minutengenaue Arbeitszeiterfassung sowie eine transparente und leistungsgerechte Entlohnung gehören selbstverständlich dazu. Diese Strukturen wurden zuletzt auch von offizieller Stelle positiv bewertet. Darüber hinaus engagiert sich das Haus auch sozial: Für jeden verkauften Liter Wasser im Restaurant wird ein Euro an Viva con Agua gespendet, eine Organisation, die sich weltweit für den Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzt und mit positivem Engagement das Motto „Wasser für alle – alle für Wasser“ verfolgt.
Die Walserstuba ist bio-zertifiziert und trägt das österreichische Umweltzeichen. Nachhaltigkeit wird hier ganz praktisch gedacht: vom Bezug von 100 % Ökostrom über Heizen mit Biomasse-Fernwärme bis hin zur Nutzung von Elektrofahrzeugen im Betrieb. Auch in der Küche spielt Verantwortung eine zentrale Rolle. Als Slowfood-Partnerbetrieb in Vorarlberg setzt die Walserstuba auf regionale Lebensmittel direkt vom Hof und kurze Transportwege. Bettina engagiert sich zusätzlich aktiv im Foodsharing und setzt sich damit gegen Lebensmittelverschwendung ein.
Das Haus bietet ein vielseitiges, aber bewusst entspannt gehaltenes Angebot an Aktivitäten rund um Genuss, Natur und gemeinsames Erleben. Dazu gehören Saunaaufenthalte, Kräuterkurse, Kochworkshops, Weinverkostungen, geführte Wanderungen sowie gelegentliche Hausmusikabende, die für eine persönliche und ungezwungene Atmosphäre sorgen. Gleichzeitig liegt die Walserstuba mitten im Bergsportparadies Kleinwalsertal, das zu jeder Jahreszeit unzählige Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten bietet – von Wanderungen im Sommer bis zu Wintersport im Schnee.
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