Ferienhaus

Maison Heidi

Souboz, Bern, Schweiz

„Maison Heidi“ klingt wie die Symbiose von französischer Gastfreundschaft und Schweizer Alpenflair. Und das passt im doppelten Sinn. Im Berner Jura werden nicht nur beide Sprachen gesprochen, sondern das Haus (Maison) wurde zuletzt von einer Frau namens Heidi bewohnt. Die Stiftung hat das Haus auf Bitten der ehemaligen Besitzer vor dem endgültigen Verfall nach fast achtzig Jahren Leerstand gerettet. Gebaut wurde das Bauernhaus bereits 1684 und nach aufwändigen Renovierungsarbeiten 2022 wiedereröffnet.

Die Wohnküche mit dem imposanten Räuchergewölbe ist das Herzstück des Hauses. Hier wurde früher Fleisch unter der Decke geräuchert. Das war in der Region so üblich und so hatte fast jede Familie ihr eigenes "Fumoir". Gewölbeküchen sind das Aushängeschild der jurassischen Architektur und werden meist aus Kalkstein gebaut. Über den Kachelofen hinweg kletterte man früher durch eine Luke in den Schlafraum, in dem die gesamte Familie schlief. 

Heute gibt es in der „Maison Heidi“ grosszügig Platz für vier Personen. Die moderne Küchenzeile integriert sich ins alte Gewölbe. Die fröhlich-blauen Küchenstühle passen farblich zum Steingut und dem alten Küchenbuffet. Das Bad ist komplett saniert und mit geschmackvollen Mosaikfliesen in altrosa ausgestattet. Die Designermöbel nehmen sich zurück und im Fokus steht die außergewöhnliche Architektur des Gebäudes.

Im Sommer gibt es vor dem Haus verschiedene Sitzmöglichkeiten unter der Laube oder im Garten - inklusive Kräuter- und Beerengarten aus dem sich die Gäste bedienen können. Das Haus liegt am Rand eines kleinen Dorfes umgeben von herrlicher Natur. Es gibt hier keine Geschäfte, dafür jede Menge lokaler Produzenten. 


Zimmer + Preise

pro Nacht
ganzes Hausab155 €

Nachhaltig

ArchitekturBei der sanften Renovierung wurde alles erhalten, was erhalten werden konnte. Mit Hilfe des Wissens regionaler Handwerker und unter Verwendung regionaler Materialien wurde nur das Nötigste ersetzt. Die Bausubstanz des Hauses war trotz langjährigem Leerstand sehr gut erhalten und ist somit per se Energieeffizient, da die alten Bauweisen von je her den Witterungen trotzen mussten.

Die von der Stiftung beauftragtenHausbetreuer:innen sind Teil der lokalen Bevölkerung. Die Idee der Stiftung ist es neben der Rettung der historischen Gebäude auch eine berufliche Perspektive und Wertschöpfung in die oft von Abwanderung betroffenen Regionen zu bringen durch Arbeitsplätze und Tourismus. Die Hausbetreuer:innen werden zu Beginn ihrer Tätigkeit für die Themen der Baukultur geschult und in die baukulturelle Geschichte des Hauses eingeführt. Die Gäste erhalten bei ihrer Ankunft eine Hausführung mit Erklärungen zum Bau und zur Architektur.Die „Stiftung Ferien im Baudenkmal“ wurde 2005 gegründet, um historische Häuser in der Schweiz vor dem Verfall, Abriss oder Leerstand zu bewahren. Die ältesten Gebäude sind aus dem frühen vierzehnten Jahrhundert, das jüngste Haus aus dem Jahr 1933. Die Häuser sind oft Schenkungen der Besitzer, die keine Möglichkeit haben die Gebäude zu sanieren. Die Stiftung sammelt dann Spendengelder und sucht wann immer möglich lokale Architekten und Handwerker, die das Gebäude möglichst originalgetreu restaurieren und sanieren. Durch die Mieteinahmen der als Ferienhäuser vermieteten Objekte werden die laufenden Kosten gedeckt und der Erhalt der Häuser gewährleistet. Die Stiftung verbindet so Denkmalschutz mit nachhaltigem Tourismus. So wird nicht nur Geschichte lebhaft erfahrbar, sondern gleichzeitig Wertschätzung für die Baukunst, Nachhaltigkeit durch den Erhalt der Häuser und die Identität der Region vermittelt. Mittlerweile bietet die Stiftung über fünfzig Objekte in der Schweiz an, die unterschiedlicher nicht sein könnten – ebenso unterschiedlich wie ihre spannenden Geschichten.

UmweltDie Maison Heide hat eine Bodenheizung, die per Erdsonde betrieben wird. Das Haus ist sehr gut ans öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. Es wurde 1684 erbaut, was an und für sich schon das Maximum an Einsparung grauer Energie bedeutet. Die Qualität mit der damals Häuser gebaut wurden ist heute nicht zu übertreffen. Deshalb war die Bausubstanz des Hauses trotz langjährigem Leerstand sehr gut erhalten. Diese wird nun dank der sanften Instandhaltung für weitere Jahrhunderte bestehen. Die qualitativ sehr hochwertige Möblierung trägt dazu bei, dass diese trotz reger Nutzung lange erhalten bleibt. Der Abfall wird recycelt und es wird mit natürlichen Reinigungsmitteln gereinigt.


Steckbrief

  • Ferien im Baudenkmal - einem Jurabauernhaus aus dem Jahr 1684
  • Leben in einem Bergdorf (fast) wie vor vierhundert Jahren
  • Geweckt werden von Kuhglocken und magische Sonnenaufgänge erleben
  • Einkaufsmöglichkeiten bei lokalen Produzenten
  • Zur Begrüßung gibt es einen kleinen Geschenkkorb mit regionalen Produkten
  • Beliebte Ausflüge sind zum Turm von Moron mit Blick über die Alpen bis hin zum Schwarzwald, zum Lac Vert in der Pichoux-Schlucht und das Soulce-Tal mit seiner vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt. Die hübschen Dörfer rund um Souboz können auch gut mit dem Fahrrad erkundet werden
  • Alles Käse - Spezialitäten aus der Region sind der berühmte Tête de Moine (mit der Girolle zum Schaben), die Double Crème und Toétché (eine salzige Rahmwähe/eine Art Mürbekuchen)

Ferienhaus2 SchlafzimmerEigene KücheKinder willkommenWi-Finicht barrierefreikein PoolHaustiere möglich

Ausstattung

  • Zweistöckiges Ferienhaus mit 2 Schlafzimmern für bis zu 4 Personen (+ Baby)
  • Vollausgestattete Küche
  • Badezimmer mit Dusche und WC
  • Laube mit Sitzmöbeln
  • Garten mit Sitzbereich
  • Babybett und -stuhl auf Anfrage
  • Kostenfreie Parkplätze

Stimmen

Das im Jahr 1684 erbaute Maison Heidi liegt idyllisch am Ende des Dorfes Souboz mit Ausblick auf Wiese und Wald. Die Lage ist geprägt von der Ruhe und der direkten Natur. Das Haus besteht aus einem steinernen Wohnteil und einen Ökonomieteil aus Holz.

htr.ch, April 2022

Fotos: Gataric Fotografie

Zur Website

Zimmer + Preise

pro Nacht
ganzes Hausab155 €

Lage + Anfahrt

Mit dem Auto

Von Bern fährt man circa eine Stunde bis zur Maison Heidi (75 km). Von Zürich sind es circa 1,5 Stunden (116 km), von Lausanne knapp 2 Stunden (127 km), von Konstanz knapp 2,5 Stunden (183 km) und von Stuttgart ist man circa 4 Stunden unterwegs (330 km). Die genaue Anschrift findet sich auf der Website.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Es gibt eine Busverbindung vom Bahnhof in Moutoz. Achtung: Samstags fahren keine Busse.


Verfügbarkeit