Casa Navegna ist ein Haus mit einer Architektur, die sofort auffällt. Dazu kommen viele Kunstbücher, Designklassiker und einige ziemlich ungewöhnliche Details: Die Besitzerin hat eine Vorliebe für Roboter, die deshalb überall im Haus auftauchen. Auch Michelinmännchen finden sich an verschiedenen Stellen, unter anderem als Lampe. Vieles im Haus haben die Besitzer*innen selbst gestaltet und gebaut. So entstand zum Beispiel die rote Stehlampe im Wohnzimmer aus drei einfachen Kunststoff-Schneidebrettern – eine kleine, ziemlich charmante Erinnerung daran, dass hier nicht alles perfekt durchdesigned sein muss.
Das Haus ist seit 1929 im Besitz derselben Familie und wird seit 2024 an Gäste vermietet. Heute gehört es der über 80-jährigen Besitzerin, einer Schweizer Psychiaterin, die das Haus in dritter Generation besitzt. Ivana kümmert sich gemeinsam mit ihrer Tochter um die Vermietung und empfängt die Gäste vor Ort.
Was Casa Navegna besonders macht, ist diese Mischung aus Architektur, Kunst, persönlichen Fundstücken und der freien, kreativen Atmosphäre. Die Besitzer möchten, dass Gäste genau diese Stimmung erleben und sich ein Stück weit auf das Haus und seine Geschichte einlassen können. Dazu kommt die Aussicht: Besonders von der Dachterrasse reicht der Blick weit über die Landschaft mit See, Bergen und Flüssen. Und auch Locarno liegt direkt nebenan – inklusive des bekannten Filmfestivals im August.
| Ganzes Haus | ab475 € |
Viele Möbel im Haus sind schon alt und sehr gut erhalten. Wenn etwas repariert oder aufgearbeitet werden kann, wird es nicht einfach ersetzt. Das Sofa wurde zum Beispiel erst vor Kurzem neu bezogen. Auch bei den Sanierungen setzt die Familie auf Kontinuität: Seit der großen Renovierung im Jahr 2004 arbeitet sie mit dem Architekturbüro Baserga Mozzetti aus dem benachbarten Muralto zusammen. Die Architekten begleiten Casa Navegna inzwischen seit 22 Jahren – bei größeren Umbauten ebenso wie bei kleineren Arbeiten.
Die Gäste versorgen sich in der Casa Navegna selbst und dürfen sich dabei gerne im Garten bedienen. Je nach Saison wachsen dort Trauben, Feigen, Mirabellen, Tomaten, Gurken und verschiedene Kräuter, die direkt geerntet und in der Küche verwendet werden können.
Energetisch wurde das Haus weiterentwickelt: In diesem Jahr haben die Besitzer*innen die alte Ölheizung durch eine geothermale Wärmepumpe ersetzt. Damit kommt Casa Navegna bei der Wärmeversorgung künftig ohne fossilen Brennstoff aus.
Im Garten gibt es einen kleinen Pool mit einer Wassertiefe von etwa 45 Zentimetern. Zum Schwimmen ist er nicht gedacht, sondern eher zum Abkühlen an warmen Tagen.
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