Casa M steht am Rand des kleinen sardischen Dorfes Siddi und ist ein altes Steinhaus mit eigenem Charakter. Rund 400 Jahre ist der ursprüngliche Bauernhof alt, über die Jahrhunderte wurde er immer wieder verändert und an das Leben einer großen Familie angepasst.
Nach mehr als 20 Jahren, in denen das Haus teilweise leer stand, haben Matteo und Michele es wieder zum Leben erweckt. Die beiden waren 17 Jahre lang in Europa und Asien unterwegs und lebten in London, bevor sie nach Sardinien zurückkehrten und hier nach einem Ort suchten, an dem sie Gemeinschaft und ihre Lust auf Neues verbinden konnten.
Heute ist Casa M ein Gästehaus mit einer ganz eigenen Mischung an Einrichtung: Antiquitäten, Vintage-Möbel, Bücher und Fundstücke aus verschiedenen Kulturen treffen auf sardische Elemente, ergänzt von Kunst von Michele und Arbeiten befreundeter Künstler*innen. Jedes Zimmer sieht ein bisschen anders aus. Unten öffnet sich die Suite Emily zum ummauerten Innenhof, wie er für die traditionellen Bauernhäuser dieser Gegend typisch ist. Von den Zimmern im Obergeschoss geht der Blick über die grünen Hügel und die beiden Hochebenen rund um Siddi.
Trotz der großzügigen Räume fühlt sich Casa M eher persönlich als groß an. Es gibt eine Bibliothek, einen Frühstücksraum, eine sonnige Veranda und einen Garten. Die dicken Steinmauern halten die Hitze draußen und machen das Haus gerade im Frühjahr zu einem angenehmen Ort für ein frühes Frühstück. Vieles von dem, was das Leben hier ausmacht, spielt sich ohnehin außerhalb des Hauses ab: im Café, auf dem Dorfplatz, beim Spaziergang oder beim Yoga zum Sonnenuntergang auf der Hochebene. Und wer doch ans Meer möchte, erreicht einige der Lieblingsstrände der Gastgeber in etwa einer Stunde.
| Einzelzimmer | ab60 € |
| Dreibettzimmer | ab80 € |
| Suite | ab120 € |
Bei der Restaurierung von Casa M ging es vor allem darum, das Haus und seine Geschichte möglichst weit zu bewahren. Die ursprüngliche Struktur, die sich vom 17. bis ins vergangene Jahrhundert immer wieder verändert hat, blieb weitgehend erhalten. Einige Teile, darunter die Tore und die Veranda, stehen unter Denkmalschutz. Besonders aufwendig war der Umgang mit den gemusterten Fliesen aus dem 20. Jahrhundert: Sie wurden Stück für Stück vorsichtig herausgenommen und später in den restaurierten Räumen wieder verlegt. Auch bei den neuen Materialien wurde auf Herkunft und Verträglichkeit geachtet. Für die Holzelemente kamen altes, wiederverwendetes Wacholderholz und nachhaltig angebautes Kastanienholz zum Einsatz. An den Wänden wechseln sich Lehmputze mit sardischem Kalkputz ab, die ohne unnötige Zusatzstoffe für ein angenehmes Raumklima sorgen. Für Schwellen und Ablagen wurde, wo möglich, wiederverwendeter oder lokal gewonnener Stein verwendet.
Sardinien ist für seine Getreidesorten bekannt, und auch Siddi hat seine eigenen traditionellen Pastasorten, die im Dorf seit Generationen zubereitet werden. Wer möchte, kann bei Casa M lernen, wie sie gemacht werden, oder sie in einem der örtlichen Restaurants probieren. Eine kleine kulinarische Besonderheit von Casa M sind außerdem die Fermente, die Matteo und Michele selbst herstellen. Kombucha und Soda entstehen mit Kräutern aus dem eigenen Garten und bringen ein Stück ihrer kulinarischen Erfahrungen aus dem Osten mit nach Sardinien.
Auch mit dem Dorf ist Casa M eng verbunden. In Siddi gibt es eines der sardischen CEAS-Zentren, die sich mit dem Schutz der heimischen Pflanzen- und Tierwelt und Umweltbildung beschäftigen. Casa M beherbergt gelegentlich Teilnehmer*innen solcher Veranstaltungen und ist selbst bei Aktionen lokaler Vereine und Kooperativen dabei. Wenn Gäste einen Pasta- oder Süßigkeiten-Workshop buchen, laden Matteo und Michele Dorfbewohner*innen ein, die ihr Handwerk selbst noch ausüben und den Kurs in der Küche des Hauses geben. So entsteht ein direkter Austausch mit Menschen aus Siddi und den lokalen Traditionen. Das kleine Team von Casa M soll außerdem wachsen, sobald zwei weitere Suiten fertiggestellt sind.
Im Garten wachsen neben den alten Pflanzen ausschließlich mediterrane Arten, die mit wenig Wasser auskommen und auch längere Trockenperioden gut vertragen. Für die Topfpflanzen wird eigener Kompost hergestellt, der Müll wird getrennt gesammelt. Die Bettwäsche wird nur auf Wunsch der Gäste oder bei längeren Aufenthalten gewechselt, gereinigt wird mit biologisch abbaubaren Produkten und auch die Pflegeprodukte im Bad sind umweltfreundlich. Im ganzen Haus sorgen sparsame LED-Leuchten für Licht.
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