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Das Ferienhaus Islen im Bregenzerwald ist ein Haus, bei dem man schnell merkt, dass hier jemand sein Handwerk versteht. Es liegt ruhig an einer Privatstraße, aber nur zwei Minuten zu Fuß vom Dorfzentrum entfernt. In die andere Richtung ist man genauso schnell im Freibad.
„Ich finde es immer toll, wenn ich dort meine Gäste im Bademantel treffe“, erzählt die Gastgeberin. Wer lieber unter sich bleibt, hat in jeder Wohneinheit eine eigene Sauna. Hinter dem Haus liegen eine große Wiese und der Mellenbach, vor den Fenstern steht die Kanisfluh. Wenn das Wetter einmal nicht mitspielt, sitzt man einfach im Schopf, der überdachten Veranda, die im Bregenzerwald zu vielen Häusern dazugehört.
Gebaut wurde das Doppelhaus 2014 von den Eltern der Gastgeberin im eigenen Zimmerei- und Tischlereibetrieb in Reuthe. Ihr Onkel Johannes Kaufmann hat es geplant. Die vier Module jeder Wohneinheit wurden in der Werkstatt komplett vorbereitet und dann innerhalb von nur zwei Tagen vor Ort zusammengesetzt. Eine Hälfte des Hauses stand zuvor sogar drei Monate bei der Bregenzerwälder Handwerksmesse in Bezau.
Die Familie ist seit Generationen im Handwerk verwurzelt. Entsprechend war von Anfang an klar, dass das Haus modern sein darf, aber trotzdem zum Bregenzerwald passen soll. Gebaut wurde ausschließlich mit natürlichen, folienfreien Materialien. Holz ist überall präsent und man riecht es auch. Dazu kommen Reishülsen in Küche und Bad, Maisfasern in den Matratzen und Schafwolle bei Teppichen und Vorhängen. Innen ist alles klar und zurückhaltend, aber nicht kühl.
Von Islen aus lässt sich der Bregenzerwald außerdem gut erkunden: zu Fuß oder mit dem Rad, im Winter auf Skiern, zum Werkraum Bregenzerwald, zum Bodensee oder zu Kulturveranstaltungen wie den Bregenzer Festspielen und der Schubertiade.
| Haus 1.1 | ab215 € |
| Haus 1.2 | ab255 € |
Beim Bau wurde konsequent mit natürlichen Materialien gearbeitet. Haus und Möbel sind weitgehend aus Holz, ergänzt durch Materialien wie Reishülsen, Maisfasern und Schafwolle. Besonders ist auch die Bauweise: Das Haus ist eigentlich ein Modulbau. Jede Wohneinheit besteht aus vier vorgefertigten Boxen, die vor Ort über das Stiegenhaus miteinander verbunden wurden. Anschließend bekam der Bau seine äußere Holzverkleidung und das für den Bregenzerwald typische Satteldach. Für den Bau und die Ausstattung waren ausschließlich lokale Handwerksbetriebe beteiligt.
Die Vermietung übernimmt die Gastgeberin weitgehend allein, unterstützt wird sie dabei von ihrem Mann. Der hilft bisher offenbar ohne größere Beschwerden, auch wenn er offiziell nicht zum Team des Hauses gehört. Privat ist die Verbindung zum Bregenzerwald ohnehin eng: Ihr Mann ist Präsident des Lions Club Bregenzerwald und dort ehrenamtlich engagiert.
Auch beim Betrieb des Hauses wird auf einen möglichst bewussten Umgang mit Ressourcen geachtet. Eine Luftwärmepumpe, Energiespargeräte und sparsame Lampen gehören ebenso dazu wie die Dämmung mit Holzwolle. Der Strom kommt über die Beteiligung an einer Energiegemeinschaft, in der erneuerbare Energie aus Wasserkraft, Photovoltaik und Biogas zwischen den teilnehmenden Häusern geteilt wird. Dazu kommen Mülltrennung, umweltfreundliche Reinigungsmittel und eine Wallbox für E-Autos. Die Gäste werden gebeten, Wasser und Energie sparsam zu nutzen. Wer mindestens drei Nächte bleibt, bekommt von Mai bis Oktober außerdem die Gästekarte, mit der öffentliche Verkehrsmittel in ganz Vorarlberg sowie Freibäder und Bergbahnen im Bregenzerwald kostenlos genutzt werden können.
Fotos: Adolf Bereuter, Angela Lamprecht
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